JournalAllgemein
Findet ChatGPT Ihr Unternehmen?

Wer bei ChatGPT oder in Googles KI-Übersicht nach einem Anbieter fragt, bekommt keine Liste mit zehn Links, sondern eine Antwort mit drei bis fünf Namen. Ob Ihr Unternehmen dabei ist, hängt davon ab, was die KI über Sie findet und wie gut sie es lesen kann. Die Arbeit daran heißt GEO, Generative Engine Optimization.
Wo begegnen Ihre Kunden KI-Suchen?
An drei Stellen, und an zwei davon ohne es zu wollen:
- Google KI-Übersicht. Seit dem 26. März 2025 zeigt Google auch in Deutschland bei vielen Suchen eine KI-Zusammenfassung über den normalen Ergebnissen (Google).
- Google KI-Modus. Seit Oktober 2025 gibt es in Deutschland zusätzlich einen eigenen Reiter, in dem Google Fragen im Dialog beantwortet (Google).
- ChatGPT, Perplexity und andere Assistenten. Sie durchsuchen bei Bedarf das Netz und fassen zusammen, was sie finden.
Für Sie heißt das: Ein Teil Ihrer künftigen Kunden liest Ihre Website gar nicht mehr selbst. Er liest, was eine KI daraus gemacht hat.
Woher nimmt die KI ihre Antworten?
Aus drei Arten von Quellen:
- Unternehmenseinträge wie das Google-Unternehmensprofil oder Bing Places: Kategorie, Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen.
- Verzeichnisse und Portale, in denen Ihr Unternehmen erwähnt wird, zum Beispiel Branchenverzeichnisse, Bewertungsportale oder Berufsverbände.
- Websites, sofern die KI sie lesen darf und der Inhalt klar formuliert ist.
Bei Fragen nach Anbietern vor Ort spielen die ersten beiden eine größere Rolle, als viele erwarten.
Was können Sie selbst prüfen?
Fünf Punkte, die Sie ohne Hilfe angehen können:
- Fragen Sie selbst. Stellen Sie ChatGPT und Google die Frage, die Ihre Kunden stellen würden, etwa „Welche Schreinerei in Heidelberg können Sie empfehlen?“. Notieren Sie, wer genannt wird und welche Quellen angegeben sind.
- Google-Unternehmensprofil vervollständigen. Hauptkategorie und passende weitere Kategorien, Leistungen, Beschreibung, Öffnungszeiten und Fotos. Beantworten Sie Bewertungen.
- Bing Places anlegen. ChatGPT nutzt für seine Websuche unter anderem Bing, die Suche von Microsoft. Ein Eintrag dort ist schnell angelegt und lässt sich aus dem Google-Profil übernehmen.
- Überall gleiche Angaben. Firmenname, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website, Google-Profil und in Verzeichnissen zeichengleich stehen. Abweichungen machen es der KI schwer, die Einträge einem Unternehmen zuzuordnen.
- Fragen auf der Website beantworten. Was bieten Sie an, für wen, wo und zu welchen Bedingungen? Ein klarer Satz pro Frage ist für eine KI leichter zu übernehmen als ein langer Werbetext.
Was braucht die Website technisch?
Einige Punkte liegen im Aufbau der Website und sind für Laien schwer zu prüfen:
- Der Text steht im ausgelieferten HTML und wird nicht erst nachträglich per Skript geladen.
- Strukturierte Daten beschreiben Unternehmen, Leistungen und häufige Fragen maschinenlesbar.
- Die Crawler der KI-Anbieter sind in der robots.txt nicht ausgesperrt. Manche Sicherheits- oder Cookie-Plugins blockieren sie, ohne dass es jemand bemerkt.
- Eine kurze Datei llms.txt fasst zusammen, wer Sie sind und welche Seiten wichtig sind.
Eine Nennung in KI-Antworten kann niemand garantieren. Die Chance steigt aber, wenn die Angaben vollständig, einheitlich und gut lesbar sind.
Ihre Website für KI-Suchen prüfen lassen
Ich prüfe, wie ChatGPT und Google Ihr Unternehmen heute darstellen, und setze auf Website und Unternehmenseinträgen um, was fehlt. Schreiben Sie mir direkt.


